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Forschungsinstitute, Universitäten und Hochschulen

Für eine Kindheit ohne Zivilisationserkrankungen

Ein "Kompetenzzentrum für Kinder-Umwelt-Gesundheit" - dessen Gründung plant das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät und der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Leipzig.

06.12.2017
UFZ_Kompetenzzentrum
UFZ_Kompetenzzentrum

Vertreterinnen und Vertreter der drei Institutionen unterzeichneten Anfang November anlässlich der geplanten Gründung des Kompetenzzentrums im Beisein der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, ein "Memorandum of Understanding". Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Leipzig und des UFZ sind der Auffassung, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit die Grundlagen vieler Zivilisationserkrankungen bereits in der Kindheit gelegt werden. Aus diesem Grund wollen sie ihre Forschungsaktivitäten im Bereich der Kindergesundheit bündeln, intensivieren und in einer gemeinsamen Struktur verankern.

Ziel des Kompetenzzentrums soll die interdisziplinäre Bündelung von Expertisen sein, zudem wird auch die Beteiligung an einem möglichen von der Helmholtz-Gemeinschaft getragenen Nationalen Kindergesundheitsforschungszentrum angestrebt. Das zu gründende "Kompetenzzentrum für Kinder-Umwelt-Gesundheit" soll zunächst für drei Jahre von den Partnern betrieben und finanziert werden. Auch ist die Etablierung einer gemeinsamen W3-Professur für umweltbedingte Erkrankungen bei Kindern ("Pädiatrische Epidemiologie") geplant. "Mit der Unterzeichnung des "Memorandum of Understanding" rückt die effektive Bündelung der herausragenden Expertise der Wissenschaftler und Mediziner der Universitätsmedizin Leipzig und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung in greifbare Nähe", sagt Dr. Eva-Maria Stange. "Die künftige Zusammenarbeit zwischen der Leipziger Universitätsmedizin und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung ist Teil einer bundesweiten Strategie der Kindergesundheitsforschung", so Dr. Stange weiter. Auch Prof. Dr. Wieland Kiess, Leiter von LIFE Child und Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Leipzig, betont die bundesweite Bedeutung der geplanten Gründung des Kompetenzzentrums: "Durch unsere langjährige Erfahrung im Bereich der pädiatrisch-klinischen Forschung und der Expertise der schon etablierten Kinderkohorte der LIFE-Child-Studie haben wir in Leipzig einen umfangreichen wissenschaftlichen Fundus erworben. Dieser Fundus ist ein einzigartiger Schatz, der für die Forschung der Kindergesundheit und damit für die Zukunft unserer Gesellschaft gehoben werden kann. Vor dem Hintergrund der aktuellen dramatischen Entwicklung der Lebensstilerkrankungen ist es auch an der Zeit, diesen wertvollen Schatz gemeinsam zu heben. Ich werbe daher für ein bundesweites Netzwerk von Instituten für Kindergesundheitsforschung und daran geknüpft den Aufbau von Kinderkohorten."

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