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LABVOLUTION 2019, 21.-23. Mai
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Anwendungen/Forschung Biotechnologie

GNOME-Prototyp mit Riesenwirkung

Nestroy war der Meinung, dass der Fortschritt meist größer ausschaut, als er ist - mit der vom Laser Zentrum Hannover e. V. (LZH) auf der LABVOLUTION vorgestellten Goldnanopartikel-gestützten Lasertransfektion GNOME scheint aber ein buchstäblich goldenes Zeitalter für die Transfektion zu beginnen.

05.05.2017
LZH GNOME

Eine Vielzahl von Zellen schonend und effizient zu transfizieren, das will die neue GNOME-Technologie des LZH künftig ermöglichen. Die neue Technik soll sich laut ihrer Entwickler vor allem für das Hochdurchsatzscreening sehr gut eignen. Auf der LABVOLUTION 2017 in Hannover stellt das LZH erstmals den Prototypen dieser innovativen Technologie vor. Auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Niedersachsen, der vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr organisiert wird, haben die Messebesucher die Chance, sich als Erste ein Bild von der Bedienung und den Möglichkeiten der GNOME-Lasertransfektion zu machen.

Das Einbringen exogener Moleküle in biologische Zellen, kurz Transfektion, ist eine Schlüsseltechnologie sowohl für die Grundlagenforschung als auch für klinische und industrielle Anwendungen und kommt beispielsweise beim Drug Screening, der Proteinproduktion oder auch der Genregulation zum Einsatz. Die zentrale Herausforderung bei der Anwendung dieser Technologie ist die effiziente Überwindung der Zellmembran, ohne dabei die Zelle oder die Funktionalität des Moleküls nachhaltig zu beeinflussen. Die vom LZH entwickelte Goldnanopartikel-gestützte (gold nanoparticle mediated, GNOME) Lasertransfektion soll hohe Transfektionseffizienzen bei minimaler Beeinflussung der Zielzellen, hohe Vitalitätsraten und kurze Prozesszeiten ermöglichen. Dafür haften an der Zellmembran zu den Zellen gegebene Goldnanopartikel an und bündeln die Laserenergie eines Pikosekundenlasers punktgenau. Die Membran wird permeabilisiert und exogene Moleküle strömen in die Zelle.

Der auf der LABVOLUTION gezeigte Prototyp soll sich für alle gängigen Mikrotiterplattenformate eignen und damit ideal für das Hochdurchsatzscreening sein, wie es unter anderem in der Entwicklung von Wirkstoffen zum Einsatz kommt. Auch könnten neuartige Therapeutika – zum Beispiel auf Basis der CRIPR (Clustered regularly interspaced short palindromic repeats) Technologie – auf diese Weise evaluiert werden.

LZH, Biomedizinische Optik auf der LABVOLUTION

Auf der LABVOLUTION 2017 konnten Sie LZH, Biomedizinische Optik direkt vor Ort erleben und sich die neuesten Produkte und Services live präsentieren lassen. mehr

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