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Anwendungen/Forschung Biotechnologie

Kampfansage an eine der größten globalen Gesundheitsgefahren

Die Erforschung und Entwicklung neuer Antibiotika wollen die Bundesrepublik Deutschland und weitere internationale Geldgeber mit 56,5 Millionen Euro vorantreiben, die der Produktentwicklungspartnerschaft GARDP (Global Antibiotic Research and Development Partnership) zugesagt wurden.

27.09.2017
BMBF_vs_Antibiotika

Wie wichtig Antibiotika sind, ist unstrittig. Weder Krebstherapien, noch chirurgische Eingriffe, noch Organtransplantationen können ohne wirksame Antibiotika durchgeführt werden, und nicht zuletzt ist auch die Versorgung von frühgeborenen Kindern auf wirksame Antibiotika angewiesen. Doch in jüngster Zeit zeigte sich immer deutlicher, dass sich die weltweit zunehmenden Antibiotika-Resistenzen zu einer der größten globalen Gesundheitsgefahren entwickeln. Dennoch kommen kaum neue Wirkstoffe auf den Markt, was zu einem großen Teil daran liegt, dass in den vergangenen dreißig Jahren zahllose Antibiotika-Entwicklungsprogramme aufgrund der komplexen wissenschaftlichen Arbeit, unzureichender Kapitalrendite oder als Folge unternehmerischer Entscheidungen eingestellt wurden. Aus diesem Grund haben sich in diesem Jahr die G20-Staaten unter deutscher Präsidentschaft dazu verpflichtet, den Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen mit gezielten Maßnahmen gemeinsam voranzutreiben und die Erforschung und Entwicklung neuer Antibiotika, alternativer Therapiemethoden und Impfstoffe zu verstärken. Ein wichtiger Schritt zur Umsetzung der Berliner Erklärung der G20-Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister ist die finanzielle Unterstützung für GARDP.

Als gemeinnützige Forschungs- und Entwicklungsinitiative wurde GARDP im Mai 2016 auf Betreiben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Drugs for Neglected Diseases initiative (DNDi) und unterstützt durch die Bundesregierung und andere Staaten ins Leben gerufen. "Das Bundesministerium für Bildung und Forschung wird die 'Global Antibiotic Research and Development Partnership', GARDP, in den kommenden Jahren substanziell fördern, denn wir sind fest davon überzeugt, dass in wichtigen Fragen der Gesundheitsforschung bedeutende Fortschritte nur durch länderübergreifende Kooperationen zu erzielen sind", erklärt Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung. "Internationale Produktentwicklungspartnerschaften wie GARDP sind für Deutschland ein wichtiges Instrument, um dringend benötigte neue Antibiotika und Diagnostika erfolgreich und schnell zu entwickeln."

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