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Stallorder: Forscher planen Zentrum für Tierwissenschaften

Ende April beschloss der Wissenschaftsrat der Bundesrepublik Deutschland, dass in Stuttgart mit dem neuen "Hohenheim Center for Livestock Microbiome Research (HoLMiR)" Wechselwirkungen zwischen Tieren und Mikroorganismen untersucht werden sollen. Rund 54 Millionen Euro werden dafür bereitgestellt.

23.05.2018
UNI-Hohenheim4LABV
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Es geht um Tierwohl und Tiergesundheit, aber auch um reduzierten Antibiotikaeinsatz und eine bessere Ressourcennutzung sowie geringere Umweltauswirkungen: Eine wichtige Stellschraube für die Optimierung der Haltung von Nutztieren sind die Wechselwirkungen zwischen dem Tier und den unzähligen Mikroorganismen, die insbesondere den Verdauungstrakt besiedeln. Was dort im Detail vor sich geht, ist noch weitgehend unklar. Diese Wissenslücke zu schließen, das soll auf Wunsch des Wissenschaftsrates die Aufgabe des neuen HoLMiR der Universität Hohenheim in Stuttgart sein. Am 29. Juni 2018 wird die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) auf der Grundlage der Empfehlungen des Wissenschaftsrates über die endgültige Aufnahme von entsprechenden Forschungsbauten in die Förderung entscheiden. Die reinen Baukosten werden vom Universitätsbauamt auf rund 47 Millionen Euro geschätzt, die Kosten für Erstausstattung sollen drei Millionen Euro und die für Großgeräte vier Millionen Euro betragen.

Für das Modul I des Forschungsneubaus sind vor allem Speziallabore mit in vitro- und Gewebetechniken sowie modernste Großgeräte vorgesehen. Es soll südlich des Biologie-Gebäudes entstehen, um für Synergien mit vorhandenen Speziallaboren zu sorgen. Als Tierexperimentaleinheit ist das Modul II des Forschungsneubaus geplant. Dort sollen einmal bis zu 250 Rinder, Schafe, Schweine und Hühner gehalten und für Versuche am Tier genutzt werden können. Spezielle Haltungsanlagen werden beispielsweise eine keimfreie Haltung von Geflügel erlauben. Andere sollen es ermöglichen, die Zusammensetzung von Atemluft und der von den Tieren gebildeten Stoffwechselgase zu messen. Der Standort von Modul II soll auf dem Gelände des Meiereihofes sein, um Synergien mit den dort vorhandenen Einrichtungen zu nutzen. Die Neubauten sollen eine Gesamtfläche von rund 3 500 Quadratmetern bieten und als Plattform für die Arbeit von zehn Arbeitsgruppen und drei Nachwuchsforschergruppen mit insgesamt 40 wissenschaftlichen und 20 nicht-wissenschaftlichen Mitarbeitern dienen.

Universität Hohenheim (D-70599 Stuttgart)
Website: https://www.uni-hohenheim.de/startseite

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