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LABVOLUTION 2019, 21.-23. Mai
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Mess- und Regeltechnik

Taschenlabor mit Telefonanschluss

Wissenschaftler des Hannoverschen Zentrums für Optische Technologien (HOT) und des Instituts für Technische Chemie (TCI) der Leibniz Universität Hannover stellen auf der LABVOLUTION 2017 mit dem Analysetool "to go" ein medizinisches Labor für das mobile Testen verschiedener Körperflüssigkeiten vor.

26.04.2017
HOT SmartSens

Das mobile Testen verschiedener Körperflüssigkeiten wird dank eines Smartphones möglich, das mit einem optischen Messverfahren leicht modifiziert wird, sodass unterwegs problemlos beispielsweise Blutzuckerwerte überwacht oder Schwangerschaftstests durchgeführt werden können. Ein mit dem Analysetool "to go" ausgestattetes Smartphone könnte aber neben medizinischen Anwendungen auch für die Umweltanalytik verwendet werden. In Kombination mit dem GPS-Empfang von Smartphones bietet sich zudem die Implementierung zahlreicher zusätzlicher Features an, beispielsweise sich auf Reisen den schnellsten Weg zur nächsten Apotheke oder Ambulanz vom Smartphone anzeigen zu lassen.

Dem Forscherteam um Dr. Kort Bremer, Dr. Maik Rahlves, Dr. Johanna Walter und Prof. Bernhard Roth gelang es mit wenigen technischen Anpassungen, die Fähigkeiten eines handelsüblichen Smartphones so zu erweitern, dass es die Durchführung biomolekularer Tests ermöglicht - und zwar so erfolgreich, dass eine am HOT durchgeführte Machbarkeitsstudie eine Berliner Expertenjury des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie überzeugte, Fördergelder aus dem Programm EXIST-Forschungstransfer zu bewilligen. "Smartphones verfügen bereits über fast alle Features, um sie zum mobilen Labor zu erweitern: Kamera, LED-Blitz und ausreichend Rechenleistung", erklärt Dr. Bremer. "In Kombination mit einem externen funktionalisierten optischen Sensorsystem können Smartphones daher prinzipiell zur Erfassung von biologischen Merkmalen erweitert werden." Zu diesem Zweck verbindet ein speziell bearbeitetes Glasfaserkabel die Blitz-LED mit einem so genannten Linienbeugungsgitter vor der Kameraoptik, weniger speziell erfolgt allerdings das Erfassen des Sensorsignals, denn dafür genügt bereits eine einfache Foto-App.

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