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LABVOLUTION 2021, 04. bis 06. Mai
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LABVOLUTION AWARD: Das sind die Nominierten

Bei drei Bewerbern steigt die Spannung. Sie sind nominiert für den ersten LABVOLUTION AWARD. Ausgezeichnet wird eine Lösung, die Arbeit und Abläufe im Labor deutlich und nachhaltig verbessert hat. Der Award richtet sich an Anwender aus der Laborwelt und wird feierlich am ersten Messetag der LABVOLUTION, 21. Mai, in Hannover verliehen. Wer von den Nominierten den ersten Platz erreicht hat, erfahren auch die Gewinner erst vor Ort.

15.05.2019
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Das Forschungszentrum Jülich, das Team im Projekt APRONA und das Interlabor Belp haben die erste Hürde genommen. Sie sind die Nominierten für den LABVOLUTION AWARD 2019. Der Preis der europäischen Fachmesse für Labortechnik zeichnet herausragende Beispiele für Laboroptimierungen aus. Mit diesen Optimierungsprojekten sind die drei Nominierten ins Rennen gegangen:

Forschungszentrum Jülich: Am Forschungszentrum Jülich (FZ Jülich) werden in der Arbeitsgruppe "Bioprozesse und Bioanalytik" Herstellungsverfahren für Metabolite, Intermediate und Proteine mittels mikrobieller Systeme entwickelt. Typische Forschungs- und Entwicklungsprojekte der industriellen Biotechnologie leiden meist an unzureichenden Kapazitäten im Bereich der mikrobiellen Kultivierung. Durch den Aufbau einer automatisierten und miniaturisierten Kultivierungsplattform konnte am FZ Jülich effektiv Abhilfe geschaffen werden. Erste Entwicklungen zu diesem System erfolgten bereits im Jahr 2008 mit einer prototypischen Laborrobotikumgebung. Mittlerweile wurde die dritte Anlage in Betrieb genommen. Unter Ausnutzung dieser Plattform können bei reduziertem Aufwand rund 48 Kultivierungen pro Woche hergestellt werden. Zum Vergleich: Mit einer klassischen, parallelen Laborbioreaktoranlage kann ein Anwender im FZ Jülich zwei bis vier Kultivierungen herstellen.

APRONA: Die Herstellung von Nanopartikeln für medizinische Anwendungen ist aktuell durch viele aufwändige und manuelle Schritte gekennzeichnet. Hier setzt das Projekt APRONA an in welchem eine flexible roboterbasierte Plattform zur automatisierten Produktion von Nanopartikeln entwickelt wird. Durch ein zweiarmiges Robotersystem können Nanopartikel-Systeme auch mit engen definierten Spezifikationen und kurzen Entwicklungszyklen hergestellt und unmittelbar zu maßgeschneiderten Produkten verarbeitet werden, die in der individualisierten Diagnostik und Therapie ihren Einsatz finden. Der APRONA-Verbund besteht aus vier Projektpartnern. Die Goldfuß engineering GmbH, die Biametrics GmbH und die BioTeSys GmbH stehen in diesem Verbundprojekt für die Automatisierungs- und Life Sciences-Expertise. Das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC aus Würzburg ist das Bindeglied zwischen diesen Partnern. Die BioRegio STERN Management GmbH ist Koordinator des Verbundprojekts.

Interlabor Belp: In Laboratorien werden nicht nur täglich Tausende Messdaten aufgenommen, auch Fotografie gehört zum Laboralltag – Fotos von entwickelten PCR-Platten, Probengefäßen und vielem mehr. Die Zuordnung von Bild und Experiment ist allerdings nicht immer eindeutig. Beim Schweizer Auftragslabor Interlabor Belp kommt deshalb die Software "PicWatch" zum Einsatz. Die Software ist ein LIMS-Add-On und ändert automatisiert Bildnamen, die dann beispielsweise QR-Codes auf Probengefäßen zugeordnet werden können. Beim vorliegenden Beispiel fallen in dem Labor rund 30 000 Bilder pro Jahr an. Der Einsatz von "PicWatch" führt dabei zu einer Einsparung von rund zehn Arbeitstagen – bei nahezu 100-prozentiger Fehlervermeidung.

Wer von diesen dreien den LABVOLUTION AWARD mit nach Hause nehmen darf, wird am ersten Messetag verraten. Am Dienstag, 21. Mai, um 16 Uhr startet direkt in der Messehalle die smartLAB Reception an Stand D16. Dort wird Björn Thümler, Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, die Gewinner bekannt geben und den Preis überreichen.

Die Entscheidung darüber, wer den LABVOLUTION AWARD bekommen soll, hat eine unabhängige Jury getroffen. Drei Kriterien spielten dabei eine wichtige Rolle. Erstens geht es um die Lösung an sich. Wie innovativ und gleichzeitig gebrauchstauglich die Verbesserung ist. Dann geht es um die Frage, wie effektiv das Vorgehen bei der Umsetzung war und mit welcher Geschwindigkeit und Breite die Lösung innerhalb der Labororganisation eingeführt werden konnte. Das dritte Kriterium schließlich ist der Mehrwert der Lösung für das Labor. Dies betrifft etwa Produktivitätssteigerungen oder Kosteneinsparungen, Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit, Sicherheit, Materialverbrauch oder Energieeffizienz, aber auch Motivation oder Mitarbeiterzufriedenheit.

Keiner der Nominierten wird leer ausgehen: Alle drei bekommen Kurse und Beratungsleistungen speziell für Labore, die das Unternehmen Geniu zur Verfügung stellt. Der Gegenwert der Beratungsleistungen und Weiterbildungsangebote für Labore sind 10 000 Euro für Platz 1, 2 500 Euro für Platz 2 und 1 000 Euro für Platz 3.

Forschungszentrum Jülich auf der LABVOLUTION

Auf der LABVOLUTION 2019 konnten Sie Forschungszentrum Jülich direkt vor Ort erleben und sich die neuesten Produkte und Services live präsentieren lassen. mehr

Fraunhofer-Institut für Silicatforschung auf der LABVOLUTION

Auf der LABVOLUTION 2019 konnten Sie Fraunhofer-Institut für Silicatforschung direkt vor Ort erleben und sich die neuesten Produkte und Services live präsentieren lassen. mehr

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