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Neue Wege in der Wirkstoff-Forschung

Anlässlich der internationalen Antibiotika-Woche vom 12. bis 18. November 2018 informierten Experten des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) über den aktuellen Stand im Kampf gegen resistente Keime.

12.12.2018
Helmholtz-Zentrum_fuer_Infektionsforschung
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

Die Zahl der Menschen, die jedes Jahr allein in Europa an Infektionen mit resistenten Keimen sterben, liegt nach einer aktuellen Schätzung bei 33 000. Diese erschreckend hohe Zahl belegt, dass Antibiotika-Resistenz sich zu einer der größten Herausforderungen unserer Zeit entwickelt hat. Das Bewusstsein für diese gefährliche Situation weiter zu schärfen, war somit auch das Hauptanliegen der internationalen Antibiotika-Woche der Weltgesundheits-Organisation WHO, die mit dem Europäischen Antibiotika-Tag am 18. November abschloss.

Den Auftakt zur "Antibiotic Awareness Week" bildete ein Presseworkshop, zu dem das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) am 12. November eingeladen hatte. Auf dem zentralen HZI-Campus in Braunschweig boten Vorträge, Hintergrundgespräche und Laborführungen den Journalisten Gelegenheit, sich mit führenden Experten über Ursachen und Hintergründe der Antibiotika-Krise auszutauschen und mögliche Gegenstrategien zu erörtern. Mehrere Wissenschaftler stellten zudem ihre aktuellen Forschungsansätze vor und gaben Einblicke in die Suche nach Wirkstoffproduzenten aus der Natur, die Optimierung von Wirkstoffkandidaten und die Entwicklung von leistungsfähigen neuen Diagnosemethoden. Die Kernaussage dieser Veranstaltung wurde dabei deutlich herausgearbeitet: auch wenn es Ansätze gibt, die Hoffnung im Kampf gegen die hartnäckigen Erreger verheißen - das Resistenz-Problem wird Medizin und Gesellschaft wohl noch lange beschäftigen. "Die Entdeckung der Antibiotika war eine der wichtigsten Errungenschaften der Medizin im 20. Jahrhundert. Dass uns diese Waffen gegen Bakterien jetzt zum Teil wieder abhandenkommen, stellt eine globale Gefährdung dar. Wir müssen daher unsere Aktivitäten in der Wirkstoffforschung deutlich intensivieren", sagt Prof. Mark Brönstrup, Leiter der Abteilung Chemische Biologie am HZI. Wie diese Aktivitäten und die aussichtsreichen Ansätze im Einzelnen aussehen, können Interessierte unter www.helmholtz-hzi.de/de/aktuelles/thema/im_wettlauf_mit_den_keimen nachlesen. Bis aber ein entscheidender Durchbruch vermeldet werden kann, gilt vor allem eines: Antibiotika müssen besonnen eingesetzt werden.

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH (D-38124 Braunschweig)
Website: www.helmholtz-hzi.de

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